Halskrause

Halskrausen sind in der Medizin ein umstrittenes Thema, da es bei dauerhafter Anwendung zu einem Muskelabbau kommen kann, was wiederum die Instabilität verstärkt.

Aus diesem Grund stellen Halskrausen keine Dauerlösung dar. In manchen, vor allem schweren, Fällen von Instabilität werden sie aber nötig um den Alltag bewältigen zu können oder Folgeschäden (wie Rückenmarks- oder Nervenschäden) zu vermeiden.

CCI-Patienten haben häufig Probleme in Autos zu fahren, ob als Beifahrer oder selbst am Steuer. Jede Bodenwelle, jeder Stoß kann zu viel sein und die Symptome massiv verschlechtern. Auch Bus oder Zug fahren, jede Fortbewegung mit plötzlichen Bewegungen, kann schwierig sein. Gerade in diesen Situationen können Halskrausen helfen, Sicherheit geben und schlimmeres vermeiden.

Auch an Tagen mit massiver Symptomatik können Halskrausen (zeitweise getragen) die Symptome eindämmen oder gar nicht erst bis zum vollen Ausmaß kommen lassen.

Es ist wichtig, wenn möglich, trotzdem weiterhin die Muskulatur zu trainieren, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken.

Oft ist es auch hilfreich die Halskrause beim Schlafen zu tragen. Dies erfüllt einerseits den Zweck unwillkürliche Bewegungen im Schlaf zu verhindern und andererseits bietet sie zusätzliche Stabilität für die nachts entspannte Muskulatur.

Auch diagnostisch werden Halskrausen eingesetzt. Einige Neurochirurgen benutzen feste Halskrausen um zu sehen, ob eine Versteifungs-OP überhaupt erfolgsversprechend wäre. Dafür wird die Halskrause über einen längeren Zeitraum durchgehend getragen. Verschwinden die Symptome, wird davon ausgegangen, dass eine Versteifung zu einer Verbesserung des Zustandes führt.

Halskrausen können vom Arzt verordnet werden und werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Es ist sinnvoll vor dem Kauf in einem Orthopädiefachgeschäft verschiedene Krausen anzuprobieren, denn mit einer nicht passenden Größe kann man auch einen Schaden anrichten. Es gibt viele verschiedene Hersteller und Krausen. Die Philadelphia, Miami und Aspen gehören zu den häufig verwendeten harten Halskrausen.

Ich trage eine weiche Halskrause von Sporlastic und eine harte Aspen vista multipost.

Informationen: 

www.sporlastic.de

www.bauerfeind.de

www.aspenmp.com

www.ossur.com

Isometrische Übungen

Isometrische Übungen der Halswirbelsäule werden von vielen Ärzten zur schonenden Kräftigung der Tiefenmuskulatur empfohlen.

Isometrisches Training bedeutet, dass Muskeln angespannt werden, diese sich aber nicht in der Länge verändern. Der Muskel wird nicht bewegt, sondern durch Druck oder Zug angespannt und lediglich die Spannung verändert. Es gibt verschiedene physiotherapeutische Therapien, die sich genau dies zunutze machen.

Es wird häufig nur mit dem eigenen Körperwiderstand gearbeitet. Zum Beispiel werden während einer Übung die Handflächen vor der Brust aneinander gedrückt und wieder gelöst.

Vorteile von isometrischen Übungen sind, dass sie wenig Zeitaufwand fordern und praktisch ohne Hilfsmittel durchführbar sind. Außerdem können sie im Schwierigkeitsgrad auf den Patienten individuell abgestimmt werden und sind somit auch für bettlägerige Patienten geeignet.

http://www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/fitness/expert-answers/isometric-exercises/faq-20058186

Med-X-Training

Med-X ist ein gerätegestütztes Verfahren, das zur Kräftigung der Tiefenmuskulatur eingesetzt wird und unter Anleitung eines Arztes oder Physiotherapeuten stattfindet.

Diese an der University of Florida erfundenen Maschinen sind keine normalen Trainingsgeräte wie im Fitnessstudio. Viel mehr sind sie computergestützt und können die individuelle Kraft der Patienten messen. Außerdem können einzelne Wirbelsäulenabschnitte isoliert trainiert werden. Es geht vor allem darum, anstatt der üblicherweise beanspruchten Hilfsmuskulatur nur die haltende Tiefenmuskulatur anzusprechen.

In Deutschland gibt es die originalen Med-X-Geräte, oder Therapiekonzepte mit ähnlichen Angeboten wieKieser-Training (deutscher Hersteller der Med-X-Geräte) oder Techno-Training.

Orthomed-Weiden

http://www.medx-training.net

http://www.medxonline.com

PNF (Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation)

PNF ist eine neurophysiologische Technik, die wie Vojta darauf abzielt das Bewegungsmuster zu ändern. PNF wurde in Kalifornien erfunden und anfangs nur an Polio-Patienten ausprobiert. Aufgrund des guten Erfolgs wurde sie später weiterentwickelt und auch bei anderen neurologischen Krankheiten eingesetzt.

Propriozeption beschreibt die Eigenwahrnehmung des Körpers über die Lage und Bewegung der Körperteile im Raum. Beteiligt an der Propriozeption ist hauptsächlich die Tiefensensibilität, die aus Muskel-, Gelenk- und Sehnenrezeptoren besteht. Diese leiten die Informationen an das zentrale Nervensystem weiter.

Durch die PNF sollen pathologische Bewegungsmuster wieder zu gesunden werden. Bewegungsmuster sind im zentralen Nervensystem abgespeichert. Dadurch können bestimmte Bewegungsabläufe durch den Therapeuten geführt und wieder erlernt werden.

Muskeln sollen hier nicht einzeln, sondern nur in Kombination in einer dreidimensionalen, meist diagonalen Bewegung eingesetzt werden, um ein neues Bewegungsmuster zu erlernen. Genutzt werden Reize wie Zug, Druck und Widerstand.

PNF wird eingesetzt bei neurologischen Erkrankungen, wie Parkinson, Schlaganfällen, Multiple Sklerose, Polyneuropathie;

oder bei orthopädischen Erkrankungen, die mit einer Störung im Bewegungsablauf einhergehen, darunter z. B. rheumatische Erkrankungen, degenerative Wirbelsäulenerkrankungen, Muskel- und Sehnenerkrankungen;

auch nach chirurgischen Eingriffen, wie künstlichen Hüften kommt PNF zum Einsatz.

Vojta-Therapie

Die Vojta-Therapie ist eine neurophysiologische Therapieform, die meist bei Babys angewendet wird, um das Bewegungsmuster positiv zu beeinflussen.

Erfunden wurde diese von dem Neurologen Prof. Vojta.

Vojta basiert auf dem Prinzip der Reflexlokomotion. Dies bedeutet, dass durch Reize in genau festgelegten Ausgangsstellungen, Bewegungsmuster, die im Gehirn gesteuert werden, beeinflusst werden. Sie zielt darauf ab, Muster die schon von Geburt an eingeprägt sind, wieder zu aktiveren (Reflexe). Auch bei Menschen mit geschädigtem zentralen Nervensystem können Teilbereiche in ihrer Funktion wieder hergestellt werden.

Angewandt wird Vojta bei Störungen im zentralen Nervensystem, sowie bei Störungen im Bewegungsapparat.

http://www.vojta.com/de/vojta-prinzip/vojta-therapie

http://www.physio-deutschland.de

Prolotherapie / PRP / Stammzellen / BMPs / andere

Prolotherapie

Bei der Prolotherapie werden irritierende Substanzen wie Dextrose in geschwächte/geschädigte Bänder und Sehnen gespritzt, mit dem Ziel, das Bindegewebe zu stärken und den Schmerz zu lindern. Der Mechanismus ist bisher nicht klar, aber erste Studien zeigten, dass das Prinzip vermutlich auf einer lokalen Entzündung und der Einwanderung von gewebsbildenden Zellen und nicht, wie man früher gedacht hatte, auf der Bildung von Narbengewebe beruht. Prolotherapie soll somit eine heilende, regenerative Methode sein.

Die meist genutzten Substanzen sind Dextrose (Zucker), Lidocain oder Procain (Lokalanästhesie) und natürliche Substanzen, die bei der Heilung helfen.

Prolotherapie etabliert sich mittlerweile auch in Deutschland, jedoch trauen sich nur wenige Ärzte an die HWS bzw. Kopfgelenke heran. Es ist wichtig, dass Prolotherapeuten über Erfahrung in diesem Bereich verfügen, denn auch die Prolotherapie kann potentiell einen Schaden anrichten.

Indikationen für die Proliferationstherapie sind alle Ligament- oder Kapselschäden an Gelenken, die zu Schmerzen oder Instabilitäten führen.

Die Prolo der HWS hat jedoch Grenzen. Es gibt Bänder und Sehnen, die man durch die Prolotherapie aufgrund ihrer anatomischen Lage nicht erreichen kann. Nur ein Therapeut spritzt bislang in die Ligamenta alaria.

Die Proliferationstherapie ist eine alternative Methode und gilt als experimentell. Es gibt kaum aussagekräftige Studien und auch die Langzeitfolgen sind unklar. Sie scheint relativ “sicher” zu sein, jedoch muss jedem bewusst sein, dass auch hier Nebenwirkungen, wie Bänderrisse, Abszesse, Entzündungen und mehr auftreten können.

In Deutschland ist diese Therapie eine reine Privatleistung. Preise können von Arzt zu Arzt zwischen 50 Euro pro Sitzung und nach oben offen sein.

PRP – platelet rich plasma

Plättchenreiches Plasma wird aus dem Blut des Patienten gewonnen und zentrifugiert, um die Thrombozyten zu konzentrieren. Die Thrombozyten schütten Wachstumsfaktoren und andere Zytokine aus und stimulieren so die Heilung von Bindegewebe und Knochen.

MSC – mesenchymale Stammzellen

Mesenchymale Stammzellen sind Zellen, die zu jeder beliebigen Zelle heranwachsen können. Dieser Mechanismus wird in der Forschung genutzt, um bestimmtes Gewebe außerhalb des Körpers wachsen zu lassen. Es gibt klinische Studien bei denen MSCs genutzt wurden, um Knochenbrüche zu heilen. Vereinzelt wird Stammzellen-Prolo angeboten. Das Prinzip ist ähnlich dem des PRPs. Die MSCs binden an eine andere Zelle und sekretieren dann Zytokine und Wachstumsfaktoren, welche wieder die Heilung anregen.

MSCs können aus fast allen Geweben isoliert werden, aber meistens wird Knochenmark aus dem Hüftknochen, oder Fettgewebe, welches leichter zugänglich ist, benutzt.

Stammzelltherapie ist ebenfalls experimentell, gerät aber mehr in den Fokus von Wissenschaftlern weltweit. Angewandt wird diese Art von Therapie an der HWS von nur wenigen Therapeuten.

BMPs – bone morphogenic proteins

BMPs gehören zu der Gruppe der Wachstumsfaktoren (Zytokine). In Studien wurde herausgefunden, dass BMPs die Knochen- und Knorpelbildung anregen. Vereinzelte Ärzte benutzen BMPs nach Wirbelsäulenfusionen für eine bessere Heilung (ebenfalls wie PRP und Stammzellen).

Andere 

Hyaluronsäure, Orthokin, Prolozone (Ozon Prolo)  usw.

Derzeit gibt es immer mehr innovative Techniken, und Mediziner entwickeln die Prolotherapie weiter. Es ist schwer zu unterscheiden welche Behandlungsform für das jeweilige Problem am effektivsten ist.

Es ist wichtig mit Vorsicht an alle Therapien heranzugehen, die eine Verletzung bestimmter Strukturen an der Halswirbelsäule bedeuten. Am besten ist sich so gut wie möglich zu informieren, die Ärzte zu kontaktieren und nach Studien oder Patientenerfahrungen zu fragen. 

Informationen:

http://www.prolotherapy.org

http://www.getprolo.com

http://www.hacketthemwall.org

http://www.proliferationstherapie.de

http://www.eapro.de

Caring Medical

Mikronährstoffe

Nitrostativer Stress

Laut Kuklinski gibt es Störungen der Mitochondrien (die Energiezentralen in unseren Zellen), die nicht angeboren, sondern erworben sind. Diese sogenannten sekundären Mitochondropathien können durch verschiedene Ursachen auftreten, wie z. B. Xenobiotikaexposition, Medikamente (wie Betablocker, NSAR, Antibiotika, uvm.), chronischen Stress und Kopfgelenksinstabilität.

Diagnostiziert wird nitrostativer Stress anhand verschiedener Parameter im Urin und Blut. Gemessen können unter anderem werden: Citrullin und Methylmalonsäure im Urin; Analyse der Atemluft auf NO, Ammoniak, usw; Vitamine im Blut, wie z. B. Vitamin B12, B6, D, C, K; verschiedene Spurenelemente; Coenzym Q10; verschiedene Hormone; Laktat; Pyruvat uvm.

Therapie bei nitrostativen Stress ist die Gabe von verschiedenen Präparaten, die die zugrundeliegenden Mängel ausgleichen sollen.

Es werden Mikronährstoffe eingesetzt, die auf den Mitochondrienstoffwechsel einwirken, NO und Radikale abfangen, B-Vitamine unterstützen und das Nervengewebe positiv beeinflussen.

Zum Beispiel: B-Vitamine (B1, 2, 3, 6 und 12), C, E, D, K, Folsäure, Biotin, Kalium, Magnesium, Zink, Selen, Eisen, Coenzym Q10 sollen dem nitrostativen und oxidativen Stress entgegenwirken und das Bindegewebe stärken. Besonders dem Vitamin C sagt man eine positive Wirkung auf das Bindegewebe nach. Des Weiteren ist D gut für die Knochen und B12 hat eine positiven Effekt auf die Nerven.

Als weitere Maßnahme empfiehlt Kuklinski die LOGI (low glycemic insulinemic) Kost.

Mehr Informationen dazu hier:

http://www.dr-kuklinski.info

Bewegungsbad

Das Bewegungsbad stellt eine Methode der Hydrotherapie dar. Während der gesamten Zeit wird der Patient von einem Physiotherapeut betreut, jedoch gibt es auch die Möglichkeit selbst zu trainieren.

Man nutzt die geringere Belastung auf die Gelenke, die Temperatur des Wassers, den Reibungswiderstand und die Auftriebskraft. Durch die niedrige Belastung auf Wirbelsäule und Gelenke wird Therapie im Wasser z. B. bei rheumatischen Erkrankungen, Arthrosen, Wirbelsäulenerkrankungen und neurologischen Krankheitsbildern angewandt.

Das warme Wasser entspannt zusätzlich die Muskulatur und fördert den Stoffwechsel in den Muskeln. 

Es lässt sich gut die Tiefenmuskulatur trainieren und trotzdem die Wirbelsäule schonen.

Als Hilfsmittel können Auftriebskörper benutzt werden, wie z. B. Poolnudeln.

Beachte: Bei EDS-Patienten mit Dysautonomie kann warmes Wasser symptomverstärkend wirken.

Bewegungsbad kann auf Heilmittelrezept vom Arzt verordnet werden.

Pilates

Pilates wurde als Ganzkörpertraining zur Kräftigung der tiefen Rückenmuskulatur 1883 von Joseph Hubert Pilates erfunden. Durch Pilates soll eine korrekte Körperhaltung erzielt werden. Hierbei konzentriert man sich hauptsächlich auf die Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur (“Centering”). Von diesem Punkt aus werden alle Übungen ausgeführt. Die Übungen sollen aufeinander aufbauen und später ineinander übergehen.

Es wird auf der Matte oder an speziellen Pilates-Geräten trainiert. Basis für alle Kraftübungen und das Stretching ist einespezielle Atemtechnik. Diese Atemtechnik führt nicht nur zu einer gezielteren Muskelspannung des Bauchraumes, sondern viel mehr auch zur tiefen Entspannung und einer geschulten Konzentration. Während allen Übungen muss der Fokus immer auf der kontrollierten Ausführung der Bewegung sein – ein weiterer Aspekt von Pilates. Zu jedem Zeitpunkt muss der Patient die Kontrolle über den Körper behalten (“Contrology).

Mit unserer Problematik sollte man jedoch darauf achten an einen wirklich erfahrenen Trainer zu geraten (wenn möglich Physiotherapeuten), der sich speziell mit der Halswirbelsäule auskennt, um eventuelle Haltungsfehler zu vermeiden. Alle Bewegungen sollen langsam und fließend ausgeführt werden, um Gelenke zu schonen. Außerdem bietet es sich an, erstmal nur im Liegen zu trainieren.

http://www.pilates-verband.de

http://www.pilates.com

Kinesiotaping

Kinesiotaping wird vorwiegend zur Schmerztherapie eingesetzt, aber auch zur Unterstützung von Bändern und Muskeln, um einen normalen Bewegungsablauf wiederherzustellen. Viele Athleten nutzen Taping um leistungsfähiger zu sein oder zur schnelleren Erholung nach Sportverletzungen.

Das Tape hat eine ähnliche Dicke und Elastizität wie die Haut, sodass die Bewegung nicht eingeschränkt wird.

Das Prinzip ist simpel. Durch das Tape wird die Haut wellenförmig von der Faszie abgehoben, was zu einer Druckentlastung und besseren Blut- und Lymphzirkulation führen soll.

Außerdem kommt es durch die propriozeptive Stimulation zur Verbesserung des Muskeltonus und zu einer passiven Stabilisierung der Bänder.

Tapes sollten nur von qualifiziertem Fachpersonal wie Physiotherapeuten angebracht werden.

Beachte: Auch wenn die Tapes hypoallergen sind, kann es trotzdem zu Allergien kommen. (EDS-Patienten mit Mastzellaktivierungssyndrom sind anfällig)

http://www.kinesiotaping.com

Brunkow-Therapie

Die Brunkow-Therapie ist eine Art der neurophysiologischen Therapie. Sie dient der Verbesserung der Haltung, durch gezielte Reize auf die Muskulatur. Bei der sogenannte Stemmführung nach Brunkow, bringt man die Extremitäten in eine bestimmte Position und diese werden zusätzlich unter Druck gebracht (Einstemmen).

Das verursacht eine Ganzkörperspannung, welche zu einer Aufrichtung des Rumpfs führt. Zusätzlich können die eingestemmten Extremitäten noch bewegt werden. Das erhöht die Spannung und führt zu einer schonenden Stabilisierung der Gelenke.  Somit ist die Brunkow-Therapie auch für HWS-Instabilitäten gut geeignet. Alle Übungen werden im Liegen durchgeführt.

Die Brunkow-Therapie wurde zur “akrodynamischen Therapie” erweitert.

Dieses Konzept beruht auf eher ganzheitlichen Ansätzen und bezieht myofasziale Zusammenhänge mit ein. Es wird viel über Füße und Hände (Akren) gearbeitet, die die Grundlage für eine Änderung der Haltung sind.

Es können folgende Krankheitsbilder positiv beeinflusst werden:

Neurologische Erkrankungen, wie Apoplex, Paresen, Ataxie, MS

Orthopädische Erkrankungen, wie Bandscheibenvorfälle, Instabilitäten

Andere, wie Migräne, Inkontinenz

http://www.ag-brunkow.de

Osteopathie

Die Osteopathie zählt zu den alternativen Heilmethoden und wird von Ärzten, Physiotherapeuten und Heilpraktikern angewandt. Die Grundlagen gehen zurück auf Andrew Taylor Still.

Grundaussage ist, dass der Körper eine funktionelle Einheit ist und die Fähigkeit zur Selbstregulierung hat. Man geht davon aus, dass Störungen einer Einheit eine andere beeinflussen. Die Arterien, das Nervensystem und Lymphsystem spielen eine wesentliche Rolle in der Osteopathie.

Osteopathen haben ein feines Gespür und untersuchen den Körper mit den Händen auf Störungen.

Wie auch einige andere alternative Behandlungskonzepte zielt die Osteopathie darauf ab, die Selbstheilungskräfte zu aktiveren. Dies soll geschehen durch die Eliminierung von Dysfunktionen. Die Muskulatur, die Knochen, Blut und Lymphgefäße sollen in ein Gleichgewicht gebracht werden.

Es gibt viele verschiedene osteopathische Techniken, zum Beispiel die Cranio-Sakral-Therapie, bei der spezielle Griffe am Kreuzbein und Schädel genutzt werden, oder Faszien-Release-Techniken, viszerale Techniken, uvm.

Die meisten osteopathischen Techniken sind sanft und somit für viele Krankheitsbilder geeignet.

Behandelt werden häufig Babys und Säuglinge. Aber auch Erkrankungen beim Erwachsenen können positiv beeinflusst werden:

Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Rückenschmerzen, Kiefergelenksprobleme, Magen-Darm-Probleme, Reizdarm, uvm.

Osteopathie ist kein geschützter Begriff. Das heißt, jeder kann sich Osteopath nennen. Es ist immer hilfreich nachzuhaken wo die Ausbildung absolviert wurde und sich vorher gut zu informieren.

Osteopathie wird nicht von der Krankenkasse übernommen.

Mehr Informationen (Deutsch):

http://www.osteopathie.de

http://www.dgom.info

http://www.bao-osteopathie.de

Englisch:

https://www.academyofosteopathy.org

http://www.osteopathic.org

Tai Chi /  Qi Gong

Tai Chi zählt zu den Martial Arts und ist eine chinesische Kampfkunst. Der Begriff Kampfkunst ist etwas irreführend, denn Tai Chi ist eine Aktivität bei der man sich langsam und gezielt bewegt, was schonend für die Gelenke ist. Der Basisgedanke ist den Körper in ein Gleichgewicht zu bringen, was zur Verbesserung der Balance, der Atmung und der Körperkontrolle führt. Außerdem trägt es zum Stressabbau und zur Entspannung bei.

Im Tai Chi gibt es viele verschiedene Formen, die in definierten Abläufen fließend ineinander übergehen und von außen fast einem elegantem Tanz ähneln. Dabei wird ebenfalls gezielt auf die Atmung geachtet.

Auch spezielle chinesische Waffen, wie Schwerter, werden später mit einbezogen.

Im Mittelpunkt steht die Körperhaltung und die langsamen fließenden Bewegungen, die meist vom zentralen Punkt, der Hüfte, ausgehen und zusammen mit Armen und Beinen in einer Einheit funktionieren.

Die Qi Gong Übungen werden häufig mit den Tai Chi Übungen vermischt und dienen hauptsächlich der Meditation, Atemkontrolle und Entspannung. Die Übungen sollen das Qi im Körper balancieren und zu mehr Energie führen.

Informationsmaterial zu HWS-Instabilität