Ein stürmischer Samstagmorgen im Januar 2010. Schnee wirbelt über Sonja’s Frontscheibe. Das Gestöber beeinträchtigt die Sicht. Mit einem unguten Bauchgefühl wechselt sie die Spur. Dann ist alles schwarz. Im nächsten Moment findet sich die Rosbacherin auf dem Standstreifen der Autobahn wieder; ihr Auto eingedellt und in die Leitplanke gedrückt. 

Karina Sturm im Leading Medicine Guide

Nach dem Unfall hat sich für Sonja alles verändert.

Sie lebt mit chronischen Schmerzen und einer Vielzahl an neurologischen Symptomen. Wie die meisten Menschen mit seltenen Erkrankungen, wird die Rosbacherin von den meisten Ärzten, die sie aufsucht, angezweifelt und erhält hauptsächliche falsche psychische Diagnosen.

Und obwohl bereits wenige Monate nach dem Unfall die wahre Ursache ihrer Beschwerden, eine Syringomyelie, festgestellt wird, dauert es zwei weitere Jahre bis die Diagnose von Fachärzten anerkannt und korrekt behandelt wird.

Syringomyelie

Die Syringomyelie ist eine Erkrankung, bei der sich ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum im Rückenmark bildet, was zu diversen neurologischen Symptomen, wie z. B. starken Kopf- und Nackenschmerzen, Muskelschwäche, Sensibilitätsstörungen und vielen mehr, führt. Sie kann angeboren oder erworben sein und kommt häufig im Kontext mit Chiari-Malformationen vor.

Gib die Hoffnung nicht auf

Sonja hat nach vielen Jahren einen Weg gefunden mit ihren Einschränkungen umzugehen und teilt diese Erfahrungen in ihrem Buch “Ungalahli Ithemba – Gib die Hoffnung nicht auf” mit anderen Betroffenen, sodass hoffentlich in der Zukunft eine schnellere Diagnostik und eine bessere Therapie der Syringomyelie möglich sein werden.

Den vollständigen Artikel über Sonja und ihr Leben mit der Syringomyelie findet ihr hier:


Mehr von Sonja könnt ihr in ihrem Blog lesen:

http://www.diagnose-ungewiss.com

Vor Kurzem wurde ein ausführlicher Artikel zum Thema Ehlers-Danlos-Syndrom in der Ärzte Woche publiziert.

Hier könnt ihr ihn als PDF lesen.


Bild: Pixabay

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